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Brand Models Golden Circle

Golden Circle Simon Sinek

Der Golden Circle wurde 2006 1 in von Simon Sinek entwickelt und ist dem Namen nach an den goldenen Schnitt angelehnt, der unter anderem in Naturwissenschaften und Kunst Anwendung findet und eine mathematische Relation darstellt 2. Sinek beschreibt die Funktion des Golden Circle als die Erinnerung daran, warum wir das tun, was wir tun 2, und sieht in ebendieser Motivation den entscheidenden Unterschied zwischen mehr und weniger erfolgreichen Unternehmen 3. Den Unterschied sieht er in der Inspiration von Mitarbeitern und Kunden durch die Antwort einer Marke auf die Frage nach dem Warum 4.

  1. vgl. Sinek (2019) Golden Circle Presenter-Notes, Folie 1(back)
  2. vgl. Sinek (2009) Start with why, S. 41(back)(back)
  3. vgl. Sinek (2009) Start with why, S. 41; Müller, 2011, S. 335(back)
  4. vgl. Sinek (2009) Start with why, S. 2-8(back)
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Allgemein

Das richtige Markenmodell gibt es nicht


Welches Modell richtig ist wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. So ist es beispielsweise auch von der Organisation abhängig welches Markenmodell geeignet ist, da die Komplexität des Modells einen direkten Einfluss auf die Akzeptanz haben kann. Darüber hinaus hat natürlich auch das behandelte Objekt bzw. die Marke einen direkten Einfluss darauf, welches Modell geeignet ist. Es gibt Modelle, die besonders gut auf Produkt-1, Dachmarken- oder Unternehmensmarkenebene anzuwenden sind.
Basierend auf ihrem Anwendungsbereich 2) beziehen die Modelle auch ganz unterschiedliche Informationen ein. Sie unterscheiden sich z.B. auch in der Zielsetzung. Die einen beschreiben die Position in Form einer Analyse3, die anderen die Positionierung im Charakter eines Bewegungsauftrages4. Entsprechend können Modelle auf Konsistenz in der Markenführung ausgelegt sein 5, oder als ganzheitliches Tool 6 verstanden werden, das Mitarbeitern in allen Unternehmerischen Entscheidungen Orientierung gibt und einen Handlungskoridor vorgibt, auch in der Zukunft.


Modelleinsatz

Vereinfacht lassen sich Markenmodelle anhand von zwei Skalen einordnen:

Anwendungsobjekt:
Auf welche Art von Marke wird das Modell angewendet?

Anwendungszweck:
Welcher Zweck wird mit der Modellanwendung in der Organisation verfolgt?

Markenidentitätsmodelle

Analyse und Bewertung von Ansätzen zur Erfassung der Markenidentität

Autoren: Radtke, Bernd
Veröffentlicht: 2014

Erhältlich bei Springer Professionals

Marken-Modelle der Praxis

Darstellung, Analyse und kritische Würdigung

Autoren: Zednik, Anita, Strebinger, Andreas
Veröffentlicht: 2005

Erhältlich bei Springer

  1. z.B. Brand Key(back)
  2. Strebinger und Zednik unterteilen in Marken-Strategiemodelle, Markenwertmodelle, Wertekongruenz-Modelle, Quantitative Marken-Positionierungsmodelle, Qualitative Marken-Positionierungsmodelle, Marken-Kommunikationsmodelle in Markenmodelle der Praxis (2008(back)
  3. z.B. Markensteuerrad(back)
  4. z.B. Brand Holosphere Model, Golden Circle(back)
  5. z.B. Markensteuerrad(back)
  6. z.B. Brand Holosphere Model, oder Golden Circle(back)
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Vision

Vision & Strategic Opportunity

Die Corporate Vision als erstrebenswerter Zustand

Eine Vision ist ein in die Zukunft gerichteter Bestandteil vieler Markenmodelle, welcher die langfristige Entwicklungsrichtung einer Marke vorgibt. Sie soll internen wie auch externen Zielgruppen als Motivation in Bezug auf Arbeits- und Kaufverhalten dienen 1.
Damit übernimmt sie die Funktion als eine Art Handlungskorridor, der auf alle Bereiche anwendbar ist und markenkonformes Handeln fördert. Eine wesentliche Anforderung ist die Formulierung einer ambitionierten, aber langfristig realisierbaren Wunschvorstellung 2. Anhand dieser können Mitarbeiter auch Bereiche und Kompetenzen identifizieren, die von der Marke zunächst aus- oder aufgebaut werden müssen.

  1. vgl. Burmann/Halaszovich/Hemmann (2012) in Identitätsbasierte Markenführung, S. 49(back)
  2. vgl. Burmann/Meffert/Feddersen, 2012, S. 7; Burmann/Halaszovich/Hemmann (2012) in Identitätsbasierte Markenführung, S. 49(back)
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Brand model components Vision

Brand Purpose & Mission

Der Brand Purpose 1 beantwortet die Frage danach, warum es die Marke gibt und wonach sie strebt 2 3 und steht im Zentrum des Brand Holosphere Model. Er wird durch Key Values und z.B. auch die Brand Personality gestützt 4 und formuliert die langfristige Herausforderung bzw. das Ziel der Marke 5, auf das alle Mitarbeiter und Aktivitäten täglich hinarbeiten. Wichtig ist die Unterscheidung von ähnlichen Konzepten wie z.B. Vision und Essenz 6.

  1. z.T. in der Literatur auch als Motivation, Mission oder Zweck bezeichnet, wenngleich diese Begriffe nach Auffassung zahlreicher Autoren eigentlich synonym benutzt werden sollten(back)
  2. Esch, F.-R. (2010). Strategie und Technik der Markenführung (6. Auflage). München: Franz Vahlen Verlag, S. 83(back)
  3. Esch, F.-R., & Ambrecht, W. (Hrsg.). (2009). Best Practice der Markenführung. Wiesbaden: Gabler | GVW Fachverlage GmbH, S. 222(back)
  4. Sonnenburg, S. (Hrsg.). (2009). Swarm Branding. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage, S. 78(back)
  5. Kindervater, J., Heim, A., Dertinger, H., & v. Gwinner, L. (2009). Markenführung ist Diktat, keine basisdemokratische Entscheidung. In F. Keuper, J. Kindervater, H. Dertinger, & A. Heim (Hrsg.), Das Diktat der Markenführung (1. Auflage). Wiesbaden: Gabler | GWV Fachverlage, S. 121 f.(back)
  6. siehe dazu auch Kenny (2014). Your Company’s Purpose Is Not Its Vision, Mission, or Values(back)